Whistleblowing in Österreich

Law and order Staffel 20, Folge 8:  “Doped“: A deadly car crash reveals a pharmaceutical whistle-blowing plan gone horribly wrong. Da da da da daaaaaa. Und wieder eine Law and Order Episode, an der sich meine Masterarbeit orientiert. Es geht um Whistleblower und Whistleblowing.

Was ist denn das? „das Verpfeifen/das Verraten“ heißt es im Wörterbuch.

Tatsächlich steht aber mehr dahinter als bloßes Verpfeifen. MitarbeiterInnen, die in einem Betrieb auf Missstände (illegales oder unethisches Verhalten) hinweisen, diese aufdecken oder unter Umständen auch öffentlich machen, nennt man „Whistleblower“ – so die Definition  laut Transparency International Schweiz.

Der Begriff Whistleblower soll positiv besetzt sein, das negative Pendant dazu ist Nestbeschmutzer. Whistleblower setzen sich für die korrekte Anwendung der Gesetze oder firmeninternen Richtlinien ein. Ihr Tun und Handeln geschieht aus Überzeugung und um dem eigenen Unternehmen zu helfen.

Doch wird das oftmals von der Geschäftsleitung auch als Angriff gegen das Unternehmen oder Personen im Unternehmen aufgefasst. Aus diesem Grund passiert es auch, dass Whistleblower ungerechte Behandlungen, Mobbing oder gar Kündigungen erleben.

 Wie ist die Situation in Österreich?

” In Österreich gibt es eine gewisse Bestechungskultur”, Franz Fielder. Er ist der ehemalige Präsident des Rechnungshofes und jetzige Vorsitzende des Beirats von Transparency International Österreich. 2010 wurde  Österreich auf den 16. Platz der Korruptionsliste von Transparency International eingestuft. Und das obwohl Österreich vier  völkerrechtlichen Verträgen beigetreten ist.

Dieses Zivilrechtsübereinkommen verpflichtet Österreich, Beschäftigte, die den zuständigen Personen oder Behörden in redlicher Absicht einen begründeten Korruptionsverdacht mitteilen, angemessen vor ungerechtfertigten Nachteilen zu schützen. (Quelle: whistleblowing.at)

In Österreich gibt es dennoch keine fixe Gesetzgebung. Dabei gäbe es genug Modelle, an denen sich Österreich orientieren könnte…

Foto: pixelio.de/Gericht _by_Michael Grabscheit

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