Gedächtnistraining

Training mit dem 8. Weltwunder – unserem Gehirn

Manche Menschen fragen mich: „Warum brauche ich eigentlich ein besseres Gedächtnis? Ich habe doch genügend Hilfsmittel, die mir das Denken erleichtern.“ Das ist zum Teil richtig, wir haben einen Terminkalender, einen Einkaufszettel, ein Adressbuch, das Internet u.v.m., die uns die Arbeit des Merkens abnehmen.

Wie sieht es mit Ihrem Langzeitgedächtnis aus?

Meine Frage an SIE aber lautet: Wie viele Telefonnummer können Sie heute noch auswendig? Und wie viele Telefonnummern kannten Sie noch vor 10 Jahren auswendig? Wahrscheinlich mehr. Damals, als wir noch nicht jede Telefonnummer in einem Handy abspeichern konnten, waren wir gewissermaßen gezwungen, diese Zahlen im Kopf abzulegen. Schritt für Schritt verlagern wir nun unser Gedächtnis nach außen. Wir lassen uns immer mehr Hilfsmittel einfallen, um Wissen nicht auswendig lernen zu müssen. Und genau das ist das Problem. Wir werden gedanklich unflexibel und verarmen geistig. Die Pisa-Studie hat es auf den Punkt gebracht. Wir schaffen es nicht, gelernte Informationen im Langzeitgedächtnis abzuspeichern.

Fördern und fordern Sie Ihre grauen Zellen

Wie wollen Sie kreative Höchstleistungen vollbringen, wenn Sie gar keine Gedankenbahnen haben, die das durchführen können? Wie wollen Sie Transferwissen herstellen, wenn Sie kein Grundwissen haben, auf das Sie zurückgreifen können? Wie wollen Sie auch im Alter noch geistig fit sein, wenn Sie schon jetzt beginnen Ihr Gedächtnis zu verlagern?

Deswegen ist es so enorm wichtig, dass Sie JETZT beginnen, Ihre grauen Zellen wieder zu fördern und zu fordern, wie Sie das in der Kindheit gemacht haben.

Tipps & Techniken, um Ihr Gedächtnis aufzufrischen

Haben Sie schon mal gegen Kinder Memory gespielt? Die sind fast nicht zu bezwingen, weil sie kindlich lernen, nicht kindisch. Die Techniken, die ich meinen Teilnehmern zeige, zielen genau auf das kindliche Vorstellungsvermögen und Denken ab. Angenommen Sie möchten sich die Namen ihrer neuen Kollegen merken.

Dazu müssen Sie sich einen so genannten „mentalen Briefkasten“ einrichten. Damit können Sie sich den Namen zu einem Gesicht blitzschnell abspeichern und wieder abrufen. Bevor sich eine Person vorstellt, suchen Sie sich ein charakteristisches Merkmal, welches Ihnen spontan ins Auge fällt, wenn Sie diese Person betrachten. Eigenheiten im Gesicht, wie ausgeprägte Falten, eine hohe Stirn, ein markanter Mittelscheitel, lange Kotletten, auffälliger Schmuck oder besondere Kleidung. Jetzt geht es darum, den Namen mit dem ausgewählten „Briefkasten“ zu verknüpfen. Da der Name für sich kein Bild ist, müssen Sie diesen erst in ein Bild verwandeln. Ein Christian könnte zum Beispiel durch ein Kreuz symbolisiert werden. Ein Thomas durch eine Tomate und eine Anna durch eine Ananas. Wenn Sie sich z.B. die große Nase einer Person namens Thomas als Briefkasten merken, dann könnten Sie in Gedanken die Tomate auf seiner Nase ausdrücken. Eine hohe Stirn könnte den Ölberg symbolisieren, auf dem lauter Kreuze stehen. Das Kreuz ist ein Bild, unter dem sich jeder etwas vorstellen kann und steht für Christian. An die auffälligen großen Ohren hänge ich eine Ananas. Wenn ich die Person das nächste Mal sehe, fallen mir höchstwahrscheinlich die großen Ohren wieder ins Auge und die Ananas (=Anna) kommt dann automatisch. Als Strategie empfehle ich Ihnen gängige Vor- und Nachnamen einmal auf einer Liste zu notieren und mit Bildern zu versehen. Der Vorteil ist, wenn Sie einen dieser Namen hören, müssen Sie sich nicht mehr die Mühe machen, ein kreatives Bild dafür zu erstellen. Sie haben es sofort griffbereit. Je stärker und emotionaler Ihre Bilder sind, umso besser bleiben sie im Gedächtnis haften.

Probieren Sie es aus!

Wie Sie Informationen im Kopf behalten, ist Ihnen überlassen. Das Entscheidende ist doch, DASS Sie es im Kopf behalten und wieder abrufen können. Die oben genannte Technik ist nur eine von vielen, mit der Sie sich selbst eine Fülle von Zahlen, Daten und Fakten im Kopf abspeichern können und somit Ihre Mitmenschen beeindrucken können.

Weitere Infos finden Sie unter www.unvergesslich.de.

Über den Autor

Markus Hofmann, Markus HofmannCSP ist der wohl inspirierendste und effektivste Gedächtnisexperte Europas und einer der begehrtesten Vortragsredner für Unternehmen aller Branchen. Markus Hofmann ist als Vorstandsmitglied der German Speakers Association (GSA) aktiv und einer von wenigen deutschsprachigen Certified Speaking Professionals weltweit.

Neben seiner Tätigkeit als Keynote-Speaker steht er mit der Fachwelt in intensivem Wissens- und Erfahrungsaustausch: u.a. als Direktor des Steinbeis Transfer Instituts „Professional Speaker“, Lehrbeauftragter an der Steinbeis Hochschule Berlin und der Management-Universität St. Gallen sowie als Dozent an der ZfU International Business School. Seit 2014 ist er zudem Träger des Deutschen Weiterbildungspreises.

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