SVA Beiträge Berechnung 2016

So berechnet die Sozialversicherungsanstalt die Beiträge 2016

Es ist schon richtig, einiges wurde bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) vereinheitlicht, die Berechnung der Beiträge bleibt im Wesentlichen aber gleich. Allerdings wurde u.a. die Höhe der Mindestbeitragsgrundlagen angepasst. In diesem Artikel erklären wir, wie die SVA die Beiträge für das Jahr 2016 berechnet.
Wesentlich dabei ist die Unterscheidung zwischen Gründungsunternehmer*innen und Unternehmer*innen ab dem 4. Jahr.

So berechnet die SVA die Beiträge bei GründerInnen

Ab Meldung bei der SVA , erhalten Sie Beitragsvorschreibungen. Bei Neuzugängen – also GründerInnen  – wird zur Berechnung der Beiträge für die ersten drei Jahre nach der Gründung eine vorläufige Mindestbeitragsgrundlage herangezogen.

Für Gewerbetreibende und Gewerbegesellschafter beträgt diese im Jahr 2016 monatlich € 723,52 in der Pensionsversicherung und € 415,72 monatlich in der Krankenversicherung.

Für Freiberufler beträgt die Mindestbeitragsgrundlage monatlich  € 723,52 in der Pensionsversicherung. Hinsichtlich der Krankenversicherung haben Freiberufler – die Möglichkeit zum Opting-Out. Darauf gehen wir hier nicht näher ein.

Bei Neuen Selbständigen beträgt die Mindestbeitragsgrundlage € 415,72 monatlich in der Pensions- und Krankenversicherung.

Das heißt die SVA geht bei der Berechnung der Beiträge von diesen Mindestbeitragsgrundlagen aus.

Was ist die Beitragsgrundlage?

Die Beitragsgrundlage ergibt sich im Wesentlichen aus den versicherungspflichtigen Einkünften laut Steuerbescheid. Nach der Veranlagung (also nach Abgabe der Steuererklärung) leitet das Finanzamt die entsprechenden Informationen an die SVA weiter, die daraufhin die tatsächlichen Beiträge berechnet. Dafür werden die Versicherungsbeiträge, die Sie im jeweiligen Jahr bereits bezahlt haben wieder hinzugerechnet. Das erscheint verwirrend ist aber nachvollziehbar, denn die Versicherungsbeiträge wurden bei der Berechnung der steuerpflichtigen Einkünfte abgezogen.

Wie hoch sind die Beitragssätze?

Die monatliche Mindestbeitragsgrundlage wird mit den Beitragssätzen multipliziert und ergibt den jeweiligen monatlichen Beitrag. Die Unfallversicherung ist ein pauschaler, vom Einkommen unabhängiger Betrag. Krankenversicherung und Pensionsversicherung werden mit Beitragssätzen berechnet.

 

Beitragssätze Gewerbetreibende Freiberuflich Selbständig Erwerbstätige Sonstige Selbständige
 Unfallversicherung pro Monat € 9,11 € 9,11 € 9,11
Krankenversicherung   7,65 %   7,65 %
Pensionsversicherung 18,50 % 20,0 % 18,50 %
Gesamt 26,15 % 20,0 % 26,15 %
Beitrag zur Selbständigenvorsorge   1,53 % freiwillig   1,53 %

Ich bin Gründer: Wie hoch sind die monatlichen Beiträge die ich zahlen muss?

Für gewerblich Selbständige lassen sich die monatlichen Beitragszahlungen  wie folgt berechnen:

So werden die SV-Beiträge in den Gründungsjahren berechnet

Das bedeutet, Sie zahlen in den ersten drei Gründungsjahren monatlich € 174, 76 an SV-Beiträgen.

ACHTUNG: In den meisten Fällen wird Ihr monatliches steuerpflichtiges Einkommen höher sein als die Mindestbeitragsgrundlage. Daher werden Sie ab dem 4. Jahr nach der Gründung eine Nachbemessung von der SVA erhalten, die je nach Einkommen sehr hoch ausfallen kann. Details dazu lesen Sie hier.

So berechnet die SVA die Beiträge ab dem 4. Jahr

Da die tatsächliche Beitragsgrundlage immer erst ermittelt werden kann, wenn die steuerpflichtigen Einkünfte gemäß Steuerbescheid feststehen, berechnet die SVA für jedes Jahr die Beitragsgrundlage. Basis dafür ist der Steuerbescheid aus dem dritten vorangegangen Jahr.
Das heißt: Die endgültige Beitragsgrundlage für 2016 wird auf Basis des Steuerbescheids 2013 berechnet.

Und zwar nach folgendem Schema:

Einkünfte aus versicherungspflichtiger Tätigkeit laut Steuerbescheid 2013
+ in 2013 vorgeschriebene KV- und PV-Beiträge
= Summe
x 1,075 (Inflationsbereinigung)
: Anzahl der Pflichtversicherungsmonate 2013
= monatliche endgültige Beitragsgrundlage

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Das möchten wir Ihnen noch einmal ans Herz legen, weil es leider sehr oft ab dem 4. Jahr zu einem bösen Erwachen kommt. Legen Sie sich ca. 25% Ihres Einkommens zur Seite. Damit haben Sie für mögliche hohe Nachbemessungen vorgesorgt.

Zum Vergleich: So wurden die SV-Beiträge im Jahr 2015 berechnet.

 

Quelle: http://svagw.at

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