Afrika-Roadshow in Österreich

Die Heller Consult Beteiligungsgesellschaft InterGest® Austria unterstützt expansionsfreudige Kunden mit einem internationalen Netzwerk. In diesem finden wir auch InterGest® South Africa Partnerin Céline Laukemann. Sie schreibt  als Gastautorin über die Investitionsmöglichkeiten und Marktchancen in Südafrika und gibt hilfreiche Tipps zur Fördermittelbeschaffung.

In Österreich persönlich anwesend ist Céline Laukemann vom 26. – 28. Juni 2016 in Tirol am dortigen Exporttag und vom  5. – 7. Juli 2016 in Wien, um mit Interessenten Gespräche über den Markteinstieg in Südafrika zu führen und ihre Erfahrungen über Afrika zu teilen.

Chancenreicher Kontinent für österreichische Unternehmen

Trotz negativer Presse, Abwertung der Landeswährung seit Dezember 2015 und dem angedrohtem  Standard & Poor’s (S&P) Junk-Status, sehen wir nicht nur ein eindeutiges, kontinuierliches und stabiles, sondern oft zweistelliges Wachstum vieler Sektoren und Nischenbranchen in Südafrika. Eine rasant wachsende und konsumfreudige Mittelschicht – jeder Cent der nach Bezahlung des Allernötigste übrig bleib, steht für den eigentlichen Konsum bereit – trägt mehrheitlich zu einem realistischen Optimismus vieler Afrika Experten bei.

Branchen und Möglichkeiten 

Die Konsumgüterbranche bietet uns ein ausnahmslos positives Beispiel. Seit vielen Jahren verzeichnen der florierende Kosmetik- wie auch Bekleidungssektor jährliche Wachstumsraten zwischen 10 – 15%. Immer mehr ausländische Marken sind daher in südafrikanischen Kosmetikregalen zu finden. Cotton-On – eine australische Kleidungsmarke, die seit ihrem Markteintritt in Südafrika im Jahr 2011 einen Großteil ihres weltweiten Wachstums in Südafrika erzielt –  hat im brandneuen Shoppingkomplex ‘MALL OF AFRICA’ (zwischen Johannesburg und Pretoria / Südafrika) ihr weltweit größtes Geschäftslokal eröffnet. Alle Cotton-On Läden, die wir bisher gesehen haben, waren durchgehend äußerst gut besucht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ordentlich, hebt sich aber qualitativ (Baumwolle statt Polyester) deutlich von lokalen Marken ab, was der Nachfrage entgegen kommt.

Im FMCG Bereich der industriell verarbeiteten Lebensmittel (abgefüllte Getränke, konservierte Nahrungsmittel und frische Lebensmittel in Form von ‘ready-to-eat’ Produkten) erwartet man in Afrika bis zum Jahr 2030 ein 7-faches Wachstum, wobei Südafrika mit seiner existenten aber chancenreichen Lebensmittelverpackungsindustrie einer der Hauptakteure dieses Spielfelds mit starkem Gewinnzuwachs in der Verpackungsbranche sein wird. Viele Chancen werden von ausländischen Investoren wahrgenommen, leider noch etwas zurückhaltend von österreichischen Unternehmen, die auf dem afrikanischen Kontinent für gefragte Qualität stehen. Es gibt jedoch auch heimische Beispiele, die sich noch frühzeitig im südlichen Afrika etablieren und den Markt erfolgreich ausbauen wie zum Beispiel die ALPLA Werke (Alwin Lehner GmbH & Co KG), die im Jahr 2014 ihr erstes Werk auf dem afrikanischen Kontinent in Johannesburg/Südafrika eröffneten.

Infrastruktur –  Elektrifizierung Afrikas

Ob in der sich in einer kritischen Lage befindenden Wasser und Abwasserindustrie, dem Hafen-, Straßen-, Eisenbahnbau – nicht nur Südafrika sondern auch die benachbarten Länder (z.B.: Mosambik) investieren massiv in ihre Infrastruktur – obwohl Südafrika den europäischen Verkehrswegen mit seinem gut ausgebauten Transportsystem durchaus das Wasser reichen kann. Die Nachfrage verlangt einen Ausbau der Transportwege. Um das enorme Potenzial des interregionalen Handels zu stärken, wird derzeit an nahtlose Verkehrskorridore in Gesamt-Subsahara Afrika gebaut.InterGest ZA services

Elektrifizierung ist dagegen ein anderes Thema. 85% der Menschen in Subsahara Afrika haben keinen Zugang zu Elektrizität, überwiegend wird der Strom aus Dieselgeneratoren erzeugt. Schwankende Ölpreise auf dem Weltmarkt haben aber selten einen Einfluss auf Konsumerpreise vor Ort und die konventionelle Erzeugung einer KWh kostet  bis zu 1 Euro.
Die südafrikanische Regierung hat sich bis 2030 ein hohes Ziel gesteckt: 42% des Energie soll durch erneuerbare Energiequellen erzeugt werden. 2015 verzeichneten die Märkte Subsahara Afrikas $5.4 Mrd Investitionen in ‘grüne’ Energieprojekte ($2.5 Mrd in 2014). Viele Investoren sind überzeugt von den enormen Chancen in der Region insbesondere, da die Preise der Stromerzeugung durch Photovoltaik mit der Energieerzeugung durch fossile Brennstoffe wettbewerbsfähig sind – und das ohne Subventionen!

Als Wirtschafts- und  Elektrifizierungsriese Afrikas spielt Südafrika eine grundlegende Rolle in der Stromindustrie – insbesondere in der globalen Solarindustrie. Die African Development Bank wird  in den kommenden fünf Jahren US$12 Mrd – zusätzlich zu den bereits investierten US$ 1.3 Mrd – in den maroden Energiesektor des Kontinents stecken und damit der Selbständigkeit Afrikas einen entscheidenden Schritt näher kommen.

Markteinstieg

Das Messewesen in Südafrika ist exzellent strukturiert und viele Afrika Messen finden auf heimischem Boden (Johannesburg, Midrand oder Kapstadt) statt und bieten einen guten ersten Eindruck und eine hervorragende Netzwerkplattform auf dem Kontinent. Auch eine Reihe lukrativer Fördermittel stehen in einer Vielzahl von Sektoren zur Verfügung. Nach wie vor wird Südafrika als effektives Sprungbrett ins südliche Afrika genutzt. Sprechen Sie uns doch einfach mal unverbindlich an und kommen vorbei um Ihre Chancen auf dem Kontinent nicht zu verpassen. Wenn Sie schnell handeln können, besuchen wir Sie auch gern vor Ort in Österreich um Ihre erfolgreiche Afrika-Strategie persönlich mit Ihnen auszuarbeiten.

Über die AutorinCéline Laukemann InterGest

Céline Laukemann leitet den Bereich Internationales Business Development der InterGest South Africa, lebt und arbeitet seit über zehn Jahren in Südafrika und hat sich Ihre Leidenschaft zur Hauptaufgabe gemacht, Chancen in Subsahara Afrika für Unternehmen aus DACH Region ausfindig zu machen und diese effizient, kostengünstig und nachhaltig im afrikanischen Markt zu etablieren. Sie hat einen MSc in Economics and Education von der Universität Konstanz / Deutschland – mit einem Fokus auf internationale Geschäftsentwicklung & Besteuerung sowie beruflicher Aus-/Weiterbildung. Ihren Afrika-Einstieg hat Céline 2014 bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika in Johannesburg begonnen. Terminvereinbarung unter Celine.Laukemann@intergest.com

Haben Sie noch Fragen dazu?

Kontaktieren Sie uns: +43 1 310 60 10 52 oder info@hellerconsult.com